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Baubericht robbe/Align T-Rex 700 Nitro DFC


2-Takt-Glühzünder sind laut, stinken und haben wenig Leistung! Der Heli ist ständig vom Öl versifft und der Sprit ist teuer! Immer muss man Starter, Kanister, Vorglühbatterie und Ersatz-Glühkerzen mitschleppen! Alles gute Argumente die gegen einen Hubschrauber mit Verbrennungsantrieb sprechen.
Aber für mich zählen die nicht, ich wollte ihn einfach: Den neuen Nitro DFC! Warum?
Weil er einfach GUT aussieht, mit seinem neuen schmalen Chassis unter der elegant geformten neuen Haube. Weil er einen anständigen Sound hat und eine beeindruckende Rauchfahne hinter sich herzieht. Weil er ein Vergaser und einen Auspuff hat. Weil er Kraftstoff verbrennt und keine Wärmflasche für die Batterie braucht. Weil er noch dampft wenn er in der Autorotation vom Himmel fällt und weil er lecker riecht wenn ich ihn vom Regal nehme. Weil er technisches Verständnis voraussetzt und weil er am Pitch etwas Gefühl braucht.
Weil er ein Männer-Heli ist!
Zugegeben, keine rationale Argumente aber was ist schon vernünftig an unserem Hobby :-)
Mehr als vernünftig, nämlich perfekt ist die Qualität des Bausatzes, die Passgenauigkeit der Komponenten und der Spaß den schon die Montage bringt. Als kleine Dokumentation gibt es an dieser Stelle wieder ein paar Bilder vom Aufbau.
Der neue T-Rex 700 Nitro DFC hat alle Neuerungen der aktuellen DFC-Reihe erhalten. Align verwendet viele Bauteile aus dem elektrischen Bruder, dem T-Rex 700E DFC.
Der neue DFC Hauptrotorkopf und das gesamte Heck einschließlich des Heckgetriebes und des Heckrotors sind identisch zum 700E. Das Drehmoment vom 91er Align Motor wird jetzt über ein schrägverzahntes Ritzel mit Modul 1 übertragen. Ebenso wie das Hauptrad hat auch das Abtriebsrad für den Starrantrieb des Heckrotors eine schräge Verzahnung erhalten. Das Chassis selbst ist eine Neukonstruktion die sehr schmal baut. Die Taumelscheibenservos sind nach vorne versetzt und steuern über Push-Pull-Gestänge einen Umlenkhebel an, der die Taumelscheibe betätigt. Ich mag diese Art der Taumelscheibenanlenkung, sie schont die Servogetriebe und sorgt für eine optimierte Massenverteilung, da die Nitros sowieso gerne etwas hecklastig sind.
Antrieb
Wie schon mein alter Nitro bekommt auch der neue DFC einen 15ccm Align 91H. Die Motoren werden beim japanischen Motorenhersteller OS gefertigt und bestechen durch Zuverlässigkeit und Laufkultur. Seit letzter Saison verwende ich den Rapicon Heli 30% Sprit, ich kann damit 14° Pitch bei einer Kopfdrehzahl von 2100min-1 fliegen. Den Sprit gibt es in 2 Ausführungen, in normaler und in einer Low-Smoke Variante. Der Rapicon-LS macht seinem Namen alle Ehre, die Abgasfahne geht gegen Null. Auf Flugshows bevorzuge ich die normaler Variante, damit quamlt er einfach super :-)
Elektrik
Die Super-Combo enthält die neuen digitalen Taumelscheibenservos DS615 und das schnelle DS655 für das Heck. Die Servos haben einen coreless Motor, Metallgetriebe und ein Gehäuse aus Aluminium. Die DS615 entwickleln ein maximales Drehmoment von über 12kg*cm bei einer beachtlichen Geschwindigkeit von 0.07s/60°.
Die Spannungsversorgung erfolgt aus dem ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen 2-in-1-Regulator RCE-B6E gespeist durch einen ROXXY PowerPack 2S 2200mAh. Bei der Platzierung sollte man sich etwas Gedanken über die Kabelverlegung machen und vor allem sicher stellen, dass das Kabel zum Ausschalter nirgends scheuert. Ich habe meines übrigens geöffnet um ein Silikonkabel mit MPX-Stecker anzulöten, da der Akku bereits mit dem dazu passenden MPX-Stecker konfektioniert war. Das Innenleben macht einen soliden Eindruck, es wurde auch nicht versäumt, die 3 Kondensatoren mit Silikon gegen Vibrationen zu schützen.
Überhaupt habe ich ein kleines Vibrationstrauma seit es mir vor einigen Jahren einmal die Steckverbindung des Empfängerakkus losvibriert hat. Der MPX-Stecker des Akkus wird durch kleine GFK-Zungen formschlüssig in Schlitzen des Vorbaus gesichert. So kann die Verbindung fürs Laden problemlos geöffnet werden und baumelt nicht herrenlos in der Gegend rum.
Der R6303SB S.BUS Empfänger passt hervorragend seitlich auf die untere Etage des Vorbaus. Dank S.BUS Technologie brauch es nur ein Servokabel zum FBL-System welches auf kurzem Weg durch einen kleinen Schlitz nach oben zur Steuereinheit des FBL-System läuft.
FBL-System
Erstmalig verwende ich im neuen Nitro das CGY-750 von Futaba. Zur Zeit der Paddelstangen hatte ich in meinen Helis die Futaba Heckkreisel GY-401 und GY-611, damals der ultimative High-End Kreisel. Seit die Rotorebenen elektrisch stabilisiert werden, hat Futaba leider ein wenig an Verbreitung eingebüßt. Unbegründet, denn das CGY-750 lässt keine Wünsche offen: Integrierter Drehzahl-Regler mit 3 Betriebsarten für Verbrenner und E-Motoren, getrennt einstellbare Kreiselempfindlichkeiten für alle Achsen flugphasen/drehzahlabhängig direkt vom Sender sowie die unvergleichlich hohen (geregelten!) Rollraten von bis zu 1200°/sec. Gerade in Verbindung mit einer FUTABA Fernsteuerung ist das CGY sehr komfortabel aus dem Kreiselmenü des Senders einzustellen. Als kleiner Tipp: Das erweiterte Kreiselmenü erhält man bei den Sendern TG12FG bzw. FX30 mit dem Update auf die Software-Version 3.0.
Und - wie ist er?
Der neue DFC-Kopf in Verbindung mit der kürzeren Rotorwelle macht den neuen Nitro vor allem um die Nickachse deutlich knackiger. Die gegenüber dem 700E um einiges geringere Kreisflächenbelastung kompensiert die geringere Antriebsleistung und der Heli lässt sich kraftvoll und leichtfüßig durch die Figuren bewegen. Im Moment fliege ich 3 Flugphasen mit 1500, 1800 und 2100min-1. Das FUTABA CGY sorgt in allen 3 Drehzahlen für ein extrem direktes Steuergefühl und eine bisher unerreichte Wendigkeit. Es ist an Einstellungsvielfalt und Konfigurations-Parameter für mich das bisher umfangreichste System und lässt für individuelle Settings und Vorlieben keine Wünsche übrig. Alle Erwartungen an den Nitro wurden umfassend erfüllt, mein neuer Lieblingsheli für Flugtage und Treffen heißt T-Rex700 Nitro DFC.
März 2013, Euer Joshua


Hier gibt es ein erstes Video vom Erstflugtag am Karfreitag 2013:



Und hier ein Video vom Vatertagsfliegen 2014 in Heidelberg:


Abschließend noch ein paar Bilder der Komponenten, des Aufbaus und der Kabelverlegung:

Flugmodell Club FMC Renchtal e.V.