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robbe Align T-Rex800E Pro DFC

Was macht sie aus, die 800er Klasse: Gute Sichtbarkeit, niedrige Kreisflächenbelastung und hohe Zuladung. Sie sind die optimale Plattform für Film- und Fotoequipment, Arbeitstiere. (Nein - kein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug obgleich zumindest ein phonetisches Synonym). Auf jeden Fall perfekt für klassischen Kunstflug! Eigenschaften die dem T-Rex800E Trekker bisher uneingeschränkt bescheinigt werden konnte.
Aber harte Moves, tiefes Smacken, krasse Stopps? Mit einem 800er? Mal ehrlich - diese XXL-Helis wirken eher träge, teilweise schwerfällig, im harten 3D bisweilen gequält - trotz 14S+ Setups. Bis Venlo 2013...
Meine Team-Kollegen Björn und Jo konnten im robbe-Block der Heli-Masters den Prototyp des neuen Antriebsset im T-Rex 800 E vorstellen. Die Jungs lieferten eine atemberaubende Show und präsentierten eine Flugperformance wie sie für 800er Helis bisher unmöglich schien. Mit "This is a Beast" staunte selbst Nik Johnson, Moderator der Masters über die eindrucksvolle Demonstration: Dominator, Bezeichnung des neuen RCM-BL850MX Motor, ist mehr als Marketing, es ist Programm und der Beginn einer neuen Ära.
Seit August ist der neue T-Rex 800E Pro DFC auf dem Markt. Ich durfte einen aufbauen und habe meine Erfahrungen mit dem neuen Super-Rex zusammengetragen:

Aufbau
Der Aufbau des 800E Pro DFC geht problemlos und schnell. Alle Bauteile passen hervorragend, Baufehler sind praktisch ausgeschlossen. Einzig beim unteren Lagerbock der Hauptrotorwelle muss man aufpassen, diesen nicht versehenlich falsch herum einzubauen. Auffallend, ist dass alle Bauteile konsequent auf Leichtbau ausgelegt sind. Die Taumelscheibe wird jetzt, wie beim T-Rex700E DFC, direkt angelenkt. Die beiden Carbon-Seitenteile haben eingespritze Kunststoffelemente für die Aufnahme der Servos und die Akku-Schiene, diese fluchtet mit dem Vorbau und seiner Klick-Arretierung. Die seitlich um den Motor montierten Alu-Rahmen sorgen zusammen mit einem zusätzlichen Verbinder für eine extreme Steifigkeit des Chassis.
Rotorkopf und Heck gleichen im Aufbau den kleineren Brüdern, dieses Prinzip ist 1000fach bewährt. Wie schon seit einiger Zeit sind alle Komponenten nur lose vormontiert. Wie immer meine Empfehlung: Alle Gewinde gründlich entfetten und mit Loctite sichern!
Die Haupt- und Heckblätter haben das neue Profil, was mich auch beim "kleinen Bruder", dem T-Rex 700E Pro DFC sehr begeistert. Am Heck arbeiten 115mm Blätter, für den Kopf werden 780er Blätter geliefert.
Antrieb
Herzstück des neuen T-Rex800E Pro DFC ist der Dominator BL850MX mit 490KV in Verbindung mit dem CC Edge 160 HV. Neu am Edge ist eine zusätzliche Steuerleitung die dem FBL-System die Drehzahl des Dominators zurückmeldet. Damit kann der ESC auch im Stellermode betrieben und die Regelung der Drehzahl durch das FBL-System erfolgen. Sowohl Reglermode als auch die Regelung durch das CGY funktioniert gut, dazu weiter unten mehr.
Elektrik
Taumelscheibe und Heck werden im neuen T-Rex 800E Pro DFC von Voll-Alu-Servos der Typen BL800H bzw. BL850H angesteuert. Ich habe die edlen Teile ein paar Zyklen am Servo-Tester gequält, mit perfektem Ergebnis: Die neuen Servos halten, was ihr sportliches Aussehen verspricht, die Leistung wird dem 800er Heli mehr als gerecht. Für deren elektrische Versorgung bitte unbedingt einen 2S Lipo in vernünftiger Dimensionierung verbauen, bzw. ein BEC welches den auftretenden Strömen gewachsen ist, denn ein Flug entnimmt dem Empfängerakku gerne mal 500mAh. Ich hab das Hercules Super BEC G2 14S verbaut. Es passt perfekt hinter den Vorbau und versorgt alle Servos mit bis zu 20A Strom. Die Servos werden direkt mit dem BEC verbunden. Die Rx1...Rx4 Kanäle führen mit kurzen Patchkabeln ins CGY und versorgen darüber auch den Empfänger mit der einstellbaren Spannung von 8.2V.
Um die Antriebsakkus auch im T-Rex 700E verwenden zu können, ohne sie auf der Akkuschine zu verschieben, ist bei der Platzierung der Komponenten etwas auf den Schwerpunkt zu achten! D.h. schwere Sachen nach vorne :-) Damit der Edge 160A sich vorne auf dem Vorbau schön breit machen kann, habe ich die Gyro-Plattform entfernt. Der Sensor des CGY ist sehr klein und findet unten im Vorbau einen Platz. Wer das Align 3GX oder Demon 3X fliegen will, sollte den Edge besser seitlich in den Vorbau schrauben.
Im meinem neuen Rex übernimmt das robbe/Futaba CGY750 die Stabilisierung. Das Steuerteil passt perfekt links in den Vorbau, der seperate, sehr kleine Sensor prima unten hinter den Empfänger. Als Empfänger verwende ich den robbe/Futaba R7003SB FASSTest. Er wird via S.BUS mit dem CGY750 verbunden, das macht die Verkabelung einfach und sicher. Außerdem ist er sehr klein und leicht. Um die Spannung des Antriebsakkus nach unten übermittelt zu bekommen, kann der Port2 des R7003SB als Eingang eingestellt werden. Wer einen Stromsensor benutzt, kann das Spannungskabel auch dort direkt anschließen. Die telemetrische Überwachung von Spannung und Strom ist beim T-Rex 800 eine empfehlenswerte Sache. Man(n) kann den T-Rex lockere 8 min durch die Luft cruisen, aber bei entsprechender Gangart saugt der Dominator einen 5000er Akku auch in 3min leer. Deswegen ist die Flugzeit-Abschätzung nur mittels Timer eine ziemlich ungenaue Sache. Für einen stressfreien Flug und zur Akkuschonung kann ich den Stromsensor 150A empfehlen. Er passt perfekt in den Vorbau und liefert zuverlässig Daten über den aktuellen Stromfluss aber vor allem über die entnommene Energie über den Flug. Die von der Telemetrie übertragenen Werte sind bemerkenswert genau, obwohl der Strom in den Peaks teilweise deutlich über den 150A Messbereich des Sensors ansteigt. Der Sensor wird in eine Zuleitung zum Edge gelötet. Um die enormen Ströme sicher durch den Sensor zu leiten, sollten die Litzen der Kabel geteilt und auf beiden Seiten der Sensor-Platine verlötet werden.
Setup:
Der R7003SB FASSTest Empfänger wird einfach durch drücken der Link-Taste im Sender gebunden. Beim Anlegen des Modells ist nur die Modulation, FASSTest 18 Kanal zu wählen und das CGY via S.BUS Kabel zu verbinden. Weiteren Einstellungen sind nicht notwendig, alle Kanäle sind in der, für Futaba Sender richtigen Belegung. Einfacher geht es kaum!
Nachdem der CGY-Govenor bei meinem Nitro schon super funktioniert, verwende ich jetzt auch erstmalig die externe Regelung in Verbindung mit einem Elektroantrieb. Die CC-Edge Serie bietet hierfür die perfekten Voraussetzungen. Neben dem normalen Servostecker gibt es ein weiteres Kabel. Dem Auxiliary-Wire, von den CC-Jungs liebevoll WWW (wonder white wire) genannt, lassen sich per Castle-Link viele nützliche Funktionen zuordnen. In Verbindung mit dem FBL-Governor ist dies das "Rpm out" Feature. Der Edge gibt hierbei das fertig vorbereitete interne Signal der Motordrehzahl an das CGY weiter, was einen externen Phasensensor überflüssig macht. Am Edge einzustellen ist der Vehicle Type "External Governor", sowie den sonst üblichen Daten PWM-Rate, Timing, usw. Meine Settings kann man HIER herunterladen. Damit das CGY die Regelung übernimmt muss dieses im Thr+Gov Mode arbeiten. Der normale Servostecker des Edge wird am Th/E2 Eingang des CGY-750 angeschlossen, das WWW am Rsen Port. Um die Daten des Auxiliary-Wires richtig verarbeiten zu können ist im Governor-Basic Menü die Polzahl des Dominators (10) und das Übersetzungsverhältnis des Getriebes (9.33) einzugegeben. Damit regelt das CGY die vom Sender vorgewählten Kopfdrehzahlen.

Fazit:
Die Konstruktion des T-Rex 800E ist schnörkellos und konsequent! Einstufiges schrägverzahntes Getriebe, Starrantrieb, direkte Taumelscheibenanlenkung, 12S: Randbedingungen, die für ein Gewicht von nur 5.6kg sorgen. Das Drehmoment des Dominators gepaart mit einer sehr niedrigen Kreisflächenbelastung machen den T-Rex800E zur absoluten Universal-Maschine. Er gleitet mit einer Kopfdrehzahl von 1400min-1 flüster-leise und leichtfüßig durch die Luft. Es macht riesen Spaß, die Figuren in Zeitlupe zu fliegen und die Gravitation scheinbar außer Kraft zu setzten. Schaltet man aber auf Kampfdrehzahl, tritt die 3D-DNA seiner Brüder zum Vorschein und der große Rex entwickelt eine unglaubliche Dynamik. Diese Maschine setzt augenblicklich den Benchmark was Präzision und Performance angeht!
September 2013, Euer Joshua


Michael hat einen meiner ersten Flüge mit seinem DJI Phantom begleitet. Sein Quadrocopter trägt eine GoPro Hero3 Silver an einem Gimbal und ermöglicht coole Aufnahmen aus ungewöhnlicher Perspektive. Vielen Dank Michael für's Fliegen, Filmen, Schneiden und Hochladen!
Noch ein paar Bilder vom Aufbau:

Flugmodell Club FMC Renchtal e.V.